Student und Arbeitsmarkt
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Zielsetzung

Student und Arbeitsmarkt - über 30 Jahre alt und aktueller denn je!

Blicken wir auf die Mitte der 80er Jahre zurück: Student und Arbeitsmarkt wurde gegründet, um Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer - damals als Magister- und Lehramtsstudierende massiv von Arbeitslosigkeit bedroht - auf berufliche Alternativen in der Wirtschaft vorzubereiten. Es dauerte nicht lange, bis Geisteswissenschaftler- und Geisteswissenschaftlerinnen als "Generalisten" entdeckt waren. Sie erwiesen sich für viele Tätigkeiten in einer von Kommunikation, Dienstleistung und Globalisierung geprägten Arbeitswelt als besonders geeignet. Ab Mitte der 90er Jahre ging es immer mehr darum, auch Studierende der Naturwissenschaften auf die veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

Heute ist dieses Ziel - berufliche Flexibilität des akademischen Nachwuchses - aktueller denn je: Der Arbeitsmarkt verändert sich schnell und oft unvorhersagbar; neue Tätigkeiten, Qualifikationsanforderungen und Wege in den Beruf müssen berücksichtigt werden. Flexibilität erfordert eine breite berufliche Orientierung, die Bereitschaft zu "Quereinstiegen" in fachfremde Tätigkeiten, dazu das Entwickeln von Schlüsselqualifikationen, das Sammeln praktischer Erfahrungen sowie das Aneignen beruflich allgemein verwertbarer Zusatzqualifikationen. Diese Ziele sollten heute alle Studierenden zusätzlich zu ihrem Fachstudium verfolgen. Student und Arbeitsmarkt hilft ihnen dabei.

Im "Münchner Modell" von Student und Arbeitsmarkt ist es sehr frühzeitig und nachhaltig gelungen, die aus dem angelsächsischen Bereich stammende Institution des Career Service auf eine deutsche Universität zu übertragen und weiterzuentwickeln. Im Lichte der Anforderungen der modernen Arbeitswelt zeigen sich die Vorteile einer an den Ideen Wilhelm von Humboldts orientierten wissenschaftlichen Ausbildung: ein theoretisches, breit angelegtes und unverschultes Studium bietet besondere Chancen zur Entwicklung von Selbstständigkeit, zum Denken in Zusammenhängen und zur Kreativität. Diese Schlüsselqualifikationen werden beruflich weiter an Bedeutung gewinnen.

Aktuelle Probleme und Folgerungen

Die aktuellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland haben inzwischen auch die Hochschulabsolventen erreicht. Dennoch sind ihre Arbeitsmarktchancen immer noch überdurchschnittlich gut. Lang- und mittelfristig wird der Bedarf an akademischen Arbeitskräften weiter steigen. Absolventen und Absolventinnen aller Fächer profitieren von den höheren Qualifikationsanforderungen, die in Informations- und Dienstleistungsgesellschaften und im Zuge der Globalisierung gestellt werden. Allerdings ändert sich die Nachfrage nach Absolventen bestimmter Qualifikations- und Fachprofile rasch und oft unvorhersehbar. Die Ausbildungszyklen an Universitäten sind zu lang, als dass man wechselnden Personalanforderungen durch bedarfsgerechte Studiengänge vorbeugen könnte. Auch das Selbstverständnis der Universitäten und die Studienwahlfreiheit der Studierenden steht dem entgegen. Eine Lösung besteht in der Förderung der Flexibilität der Studierenden:

Studierende sollten:

  • sich frühzeitig und breit über den Arbeitsmarkt informieren, auch über "Quereinstiege" in studienfachfremde Tätigkeiten,
  • beruflich allgemein verwertbare Zusatzqualifikationen erwerben,
  • Praktika bei unterschiedlichen Arbeitgebern absolvieren, auch in mittelständischen Betrieben, in fachfremden Tätigkeitsbereichen und im Ausland,
  • das Bewerben trainieren,
  • und last but not least: Schlüsselqualifikationen durch ein engagiertes Fachstudium entwickeln.

Die Universität sollte:

  • ihren Studierenden bei der Vorbereitung eines flexiblen Berufseinstiegs helfen. Viele dieser Hilfen lassen sich effizienter in einer zentralen Einrichtung wie Student und Arbeitsmarkt organisieren und gemäß den Anforderungen des Arbeitsmarktes weiterentwickeln. Aber auch die Departments sollten mit fachspezifischen Angeboten beitragen.

Arbeitgeber sollten:

  • Studierende schon während des Studiums an sich heranführen. Das geschieht am besten durch qualifizierte Praktika, in denen die Studierenden zeigen können, was in ihnen steckt.

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